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Häufige Fragen
FAQ
Häufige Fragen
Sexualität nach sexualisierter Gewalt
Du nimmst mit mir Kontakt auf – via E-Mail, Kontaktformular oder in einem kurzen Telefongespräch. Dabei schilderst du mir kurz dein Anliegen und wo du gerade stehst.
Beim ersten Termin, sei dies bei einem Walk & Talk oder in der Praxis, erzählst du mir mehr über dein Thema. Bereits dort orientiere ich dich darüber, wie ein möglicher Begleitungs- oder Behandlungsplan aussehen könnte. Anschliessend entscheiden wir beidseitig, ob wir miteinander arbeiten möchten.
Schon nach dem ersten Treffen gehst du mit konkreten Übungen nach Hause, die du – ähnlich wie in der Physiotherapie – direkt im Alltag anwenden kannst.
Wenn du dich entscheidest, weiter an deinem Anliegen zu arbeiten, folgt die Sexualanamnese. Dort darfst du dich in einem sicheren und wertfreien Raum mitteilen. Mit gezielten Fragen unterstütze ich dich dabei zu verstehen, wo deine persönlichen Hebel liegen und weshalb dein System so funktioniert, wie es heute funktioniert. Oft ist es bereits entlastend zu erfahren, dass vieles Sinn macht – und dass Sexualität erlernbar beziehungsweise wieder erlernbar ist.
Nach der Sexualanamnese (ca. 1–3 Sitzungen) folgen weitere Sitzungen, in denen wir konkrete Übungen definieren und das Erlernte Schritt für Schritt in deinen Alltag integrieren.
Das ist individuell unterschiedlich. Da wir jedoch mit konkreten Körperübungen arbeiten, die du auch zu Hause anwenden kannst, spüren viele Menschen bereits nach 4–6 Sitzungen eine Veränderung.
Gerade bei Themen wie Lustlosigkeit kann bereits das Erzählen, sich zeigen dürfen und das schrittweise Loslassen von Scham eine grosse Erleichterung bewirken. Häufig liegt unter der Scham nicht nur mehr Lebendigkeit, sondern auch die eigene Lust wieder verborgen.
Da wir den Körper bereits ab der ersten Sitzung aktiv mit einbeziehen, hängt der Prozess auch davon ab, wie regelmässig du die Übungen in deinen Alltag integrieren kannst. Sexualität ist nicht nur etwas, das verstanden, sondern auch erlebt und verkörpert werden darf.
Nein, du bist nicht falsch. Es braucht Mut – und oft auch Neugier – sich der eigenen Sexualität zuzuwenden. Deshalb zuerst einmal: Mega gut, dass du diesen Schritt machst.
Sexualität ist nichts, das wir einfach automatisch können. Viele Menschen haben nie gelernt, ihre Bedürfnisse, ihren Körper oder ihre Lust wirklich wahrzunehmen. Und genau deshalb dürfen wir Sexualität – unabhängig vom Alter – neu entdecken, erweitern, ergänzen oder wieder erlernen.
Sexualität entwickelt sich ein Leben lang und ist eng mit unserem Körper, unseren Erfahrungen, unseren Emotionen und unserem Lernen verbunden.
Das bedeutet: Unser sexuelles Erleben entsteht nicht einfach von selbst, sondern wird durch Erfahrungen, Beziehungen, Erziehung, Stress, Scham, Sicherheit, Bewegung, Atmung und Körperwahrnehmung geprägt. Viele Menschen haben deshalb gewisse sexuelle Fähigkeiten nie bewusst gelernt – zum Beispiel sich hinzugeben, Lust wahrzunehmen, Grenzen zu spüren, Erregung aufzubauen oder im Körper präsent zu bleiben.
Die gute Nachricht ist: Genau diese Fähigkeiten können entwickelt und erweitert werden. Durch konkrete Körperübungen, Wahrnehmung, neue Erfahrungen und Verständnis für den eigenen Körper kann sich Sexualität verändern. Der Körper ist lernfähig – ein Leben lang.
Sexualität erlernen heisst deshalb nicht, „perfekt“ zu werden, sondern den eigenen Körper, die eigene Lust und sich selbst besser verstehen und erleben zu lernen.
Körperübungen bedeuten, dass wir nicht nur über Sexualität sprechen, sondern den Körper aktiv mit einbeziehen. Denn Sexualität findet nicht nur im Kopf statt, sondern auch über Wahrnehmung, Atmung, Spannung, Bewegung, Gefühle und das Nervensystem.
Im Sexocorporel arbeiten wir deshalb mit konkreten Übungen, die dich dabei unterstützen können, deinen Körper bewusster wahrzunehmen, Spannung zu regulieren, Lust aufzubauen oder dich sicherer in deinem Körper zu fühlen. Dabei geht es nicht um „Leistung“, sondern darum, neue Erfahrungen mit dir selbst zu machen.
Das können zum Beispiel Atemübungen, Bewegungsübungen, Wahrnehmungsübungen, Beckenübungen oder Übungen zur Körperpräsenz sein. Manche Übungen helfen dabei, überhaupt wieder etwas zu spüren, andere unterstützen dabei, mehr Lebendigkeit, Lust oder Entspannung zu entwickeln.
Die Übungen werden immer individuell auf dein Anliegen abgestimmt und können einfach in den Alltag integriert werden. Du entscheidest dabei jederzeit selbst, was sich für dich stimmig anfühlt.
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Praxis in Baden
Frau und Familie
Integrative Sexualberatung
Parkstrasse 25
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Tel.: 077 497 26 67
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